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Null-Prozent-Finanzierung - Vorsicht Falle

Eine Null-Prozent-Finanzierung beschränkt die Rechte des Verbrauchers bei Mängeln der Kaufsache oder bei Mängeln einer bestellten Werkleistung.

Verbraucher freuen sich regelmäßig, wenn Ihnen durch den Händler oder den Handwerker bei der Anschaffung höherwertiger Güter ein Null-Prozent-Finanzierung angeboten wird; das schont die Liquidität und erleichtert die Entscheidung zur Anschaffung. Stellt der Verbraucher im Nachgang allerdings Mängel fest, erweist sich die Null-Prozent-Finanzierung als Falle. Zwar sieht das Gesetz in § 359 BGB vor, dass der Verbraucher die Rückzahlung des Darlehens gegenüber dem Darlehensgeber verweigern kann, wenn ihm Mängelrechte und daraus folgende Einwendungen gegen den Händler oder den Handwerker zustehen. Allerdings steht dem Verbraucher dieses Recht nur dann zu, wenn es sich bei dem Darlehensvertrag um einen entgeltlichen Darlehensvertrag handelt, also eine auch nur geringe Verzinsung vereinbart worden ist. Genau dies ist bei einer Null-Prozent-Finanzierung nicht der Fall, so dass der Verbraucher im Ergebnis trotz bestehender Mängel weiterhin verpflichtet ist, das Darlehen vollständig zurückzuzahlen. Das gilt auch dann, wenn die Mängelbeseitigungskosten höher sind als der Anschaffungswert der Ware.

 

 

Wäre auch nur eine 0,1-Prozent-Finanzierung vereinbart worden, könnte der Verbraucher im Umfang der Mängelbeseitigungskosten die Rückzahlung des Darlehens verweigern.

 

Den Link zu der Entscheidung des BGH finden Sie hier.


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