Medizinrecht

Medizinrecht · 20. Oktober 2015
Das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg hat mit dem Urteil vom 30.04.2015 (Az.: 5 U 2282/13) entschieden, dass die Angaben in ärztlichen Aufklärungsgesprächen und in standardisierten Aufklärungsbögen zur Wahrscheinlichkeit des Eintritts bestimmter Komplikationen (Komplikationsdichte) sich an der Häufigkeitsdefinition des Medical Dictionary for Regulatory Activities (MedDRA), die in den Medikamenten-Beipackzetteln Verwendung findet, zu orientieren habe. Eine hiervon abweichende Verwendung...
Medizinrecht · 05. Oktober 2015
Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat mit Beschluss vom 18.03.2015 (Az.: 3 U 20/14) entschieden, dass dann, wenn es zu einem Sturz eines Patienten im Krankenhaus kommt, eine etwaige Schadenersatzpflicht des Krankenhausbetreibers maßgeblich davon abhänge, ob eine Pflichtverletzung des Personals vorliegt. Das OLG geht dabei davon aus, dass für die konkrete Ausprägung der dem Krankenhaus obliegenden Pflege und Betreuung maßgeblich sei, ob wegen der konkreten gesundheitlichen, körperlichen,...
Medizinrecht · 17. August 2015
Das Landgericht (LG) Heidelberg hat mit Urteil vom 22.04.2015 (Az.: 4 O 221/13) entschieden, dass ein Arzt vor der Durchführung einer Operation zur Entfernung von Osteosynthesematerial im Hinblick auf mögliche Schwierigkeiten bei der Entfernung von Schrauben (hier aufgrund einer sog. Kaltverschweißung von Titanschrauben und –platten) den jeweiligen Patienten auch darüber aufzuklären habe, dass der Eingriff ggf. nicht vollständig durchgeführt werden kann, wenn der Arzt nicht alle...
Medizinrecht · 17. August 2015
Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat mit dem Urteil vom 30.01.2015 (Az.: 26 U 5/14) noch einmal ausdrücklich bestätigt, dass das Gericht in Arzthaftungsangelegenheiten in besonderem Maße für ein faires Verfahren zu sorgen habe, weil es in diesen Angelegenheiten typischer Weise ein Informationsgefälle zwischen der ärztlichen Seite und dem Patienten gebe.